Montag, 27. Juli 2009

Bye Bye Triathlon

Nach 4 Langdistanzen und einer tollen Zeit habe ich mich entschlossen dem Triathlon den Rücken zu kehren. Natürlich mache ich das auch mit einem weinenden Auge, da es mir immer sehr viel Spaß bereitet hat, mich auf einen Ironman vorzubereiten. Auch ein Ziel vor Augen zu haben war eine tolle Sache. Leider leidet bei dieser Sportart das Familienleben sehr extrem und ich bin nicht der Typ, der eine Sportart auf Amateurbasis mit drei bis viermal Training in der Woche machen kann. Leistungssport hat mich mein ganzes Leben begleitet und deshalb liegt für mich der semiprofessionelle Bereich immer in der Nähe des Machbaren. Daher gilt meistens das Motto "Alles oder Nichts" bei mir. Meiner Meinung nach kann man sich nicht auf einen Ironman mit drei Trainingseinheiten in der Woche vorbereiten und deswegen sage ich lieber "Bye Bye Triathlon".

Sonntag, 26. Juli 2009

Ironman Frankfurt 2009 - Fazit nach drei Wochen

Es hat leider wieder einmal nicht gereicht für die Hawaiiqualifikation. Schade, da ich mich am Wettkampftag sehr gut gefühlt habe. Traurig kann ich nicht sein, da die Vorbereitung alles andere als optimal gelaufen ist. Bis Ende Februar war die Vorbereitung sensationell gewesen. Schwimmen, Radfahren und Laufen waren von den Trainingsergebnissen schon auf einem gutem Niveau. Vorallem der Raddruck hatte sich enorm verbessert. Dann musste ich länger als zwei Monate pausieren, wegen einer akuten Pangreatitis und es dauerte etliche Wochen, bis mein Körper das Training überhaupt an nahm. Dazu kamen noch die Schwierigkeiten mit meinem linken Oberschenkel, der mich seit über einem Jahr ärgert. Wenn ich all dies berücksichtige sind die gelaufenen 9:52:41 Stunden mehr als ich erwarten konnte. Trotzdem macht es mich traurig das Ziel wieder einmal knapp verpasst zu haben, bzw. dass ich mental eingebrochen bin und so mein Ziel aus den Augen verloren habe.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden - Teil 3 - Laufen

Für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mir dann 2:11 Minuten gegönnt. Die ersten Schritte waren noch etwas unkoordiniert und schwer. Mit jedem Schritt ging es aber dann besser. Ein Blich auf die Uhr zeigte mir, dass ich wieder viel zu schnell angelaufen bin. Mit 4:20 min/km - 4:30 min/km, war es definitiv zu schnell. Ich wollte nicht die Fehler der letzten Jahre wiederholen und habe mich gezwungen einen Schnitt von ca. 4:50 min/km zu laufen. Das klappte auch wunderbar und die Beine fühlten sich noch sehr gut an. Nach ca. 5 Kilometer wollte ich dann das Tempo erhöhen. Leider klappte das nicht mehr. Ich konnte machen was ich wollte, schneller als 4:50 min/km konnte ich nur unter enormen Anstrengungen laufen. Hätte ich das getan, dann wäre der Einbruch vermutlich schon in der zweiten Runde gekommen. Aber spätesten zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass die Aufholjagd beim Radfahren viel zu viel Kraft gekostet hat. Die erste Runde konnte ich dann noch mit einem Schnitt von 4:51 min/km hinter mich bringen. Bis dahin lief noch alles nach Plan. Dann war ich auch schon in der zweiten Runde und der Knüppelmann hat zugeschlagen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich von einem Läufer überholt, der mir zu rief: "Los Jürgen diesemal packst du es. Hol dir die Quali. Ich verfolge Deinen Blog, daher kenne ich Dich." Als ich ihm sagte, dass es heute vermutlich nichts wird, bin ich sehr erschrocken, da ich merkte, dass ich nicht mal mehr mental stark genug war um mein gewünschtes Ziel zu erreichen. Ich habe ihm noch nachgerufen, dass er mal einen Kommentar im Blog hinterlässt, damit ich weis, wer er ist. Ich hoffe, dass er das noch tut. Auf alle Fälle war es eine tolle Begegnung und vielen Dank nochmal für den Ansporn. Gegen Ende der zweiten Runde habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich mich mehr puschen kann, um das immer näher kommende Desaster in Grenzen zu halten. Zu erkennen war es schon, da ich für die zweite Runde nur noch einen Schnitt von 5:08 min/km halten konnte. Eigentlich wollte ich meine Cola erst bei Kilometer 32 zu mir nehmen. Ich habe mich entschieden diese Belohnung vorzuziehen und schon bei Kilometer 28 zur Cola zu greifen. Der Einbruch war in der dritten Runde schon zu spüren, da ich in dieser einen Schnitt von 5:25 min/km noch halten konnte. Dann kam es aber zum ganz großen Einbruch und die letzte Runde konnte ich nur noch mit einem Schnitt von 5:31 min/km laufen. Von Laufen kann eigentlich während der letzten 1 1/2 Runden nicht gesprochen werden, da ich mich nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation geschleppt habe. Auch meiner Trainerin ist in der dritten runde nichts eingefallen, als sie mich ein paar Meter begleitet hat und ich ihr meinen Zustand geschildert habe. Aber wie soll sie in der Situation noch eingreifen. Auser motivieren, das sie sowieso immer getan hat, ist in so einem Moment nichts zu machen. Zwischendurch hatte ich oft den Gedanken einfach auszusteigen, da mein Ziel nicht das Finishen war, sonder die Qualifikation für Hawaii. Ich habe mich aber dann für einen Zieleinlauf entschieden, da mir klar war, ohne Qualifikation, wird dies mein letzter Ironman sein und für diesen sollte dann kein DNF (DID NOT FINISH) stehen. Als ich dann endlich auf die Zielgerade einbog und meine Familie und Verwandtschaft jubelnd an der Bande sah, war es doch ein gutes Gefühl dieses Ding zu Ende gebracht zu haben. Für den Marathon benötigte ich dann 3:41:32 Stunden und überquerte nach 9:52:41 die Ziellinie.

Dienstag, 14. Juli 2009

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden - Teil 2 - Radfahren - Glück im Unglück

Nach dem Schwimmausstieg musste der Anstieg zur Wechselzone bewältigt werden. Diesen konnte ich diesmal ohne Krampfattacken bewältigen. Oben angekommen, habe ich mir den Neo halb ausgezogen und bin auf direktem Wege zu meinem Rad. Dort angekommen habe ich mir den Neo abgestreift, den Helm aufgesetzt, die Brille ins Gesicht geschmissen und bin mit meinem Rad aus der Wechselzone gelaufen. Nach der Aufstiegslinie habe ich mich auf den Sattel geworfen und freute mich auf die bevorstehenden 180 Kilometer. Dieses Jahr wollte ich einen perfekten Wechsel vollziehen. Vom Gefühl her dachte ich, dass alles reibungslos geklappt hat. Trotzdem war ich eine Sekunde langsamer als letztes Jahr und habe die Wechselzone erst nach 3:44 Minuten verlassen. Schnell war ich in den Radschuhen und fand auch zügig einen guten Rhythmus. Die ersten 13 Kilometer nach Frankfurt waren fast so schnell wie die im Vorjahr. 8 Sekunden langsamer als 2008 bedeuteten einen Schnitt von 38,83 km/h auf diesem Teilabschnnitt. Danach ging es in die erste Runde von Zweien a 84 Kilometer. Bei den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Beine das Tempo gut mitmachen und ich auch genug Druck auf die Pedale bekommen habe. So vergingen Kilometer um Kilometer. Da die Strecke sehr abwechslungsreich ist, merkte man auch die Zeit nicht. Nach 2:13:46 Stunden und einem Schnitt von 37,81 km/h hatte ich die erste Runde hinter mich gebracht. Die Beine fühlten sich noch gut an und es lief wirklich rund. Bei Kilometer 102 hat mich dann das Glück ein wenig verlassen. Ich musste 4 Straßenbahnschienen überqueren und bei der letzten war der Schlag auf den Schlauchreifen so stark, dass dem Schlauchreifen die Luft ausging. Bei Tempo 45 km/h hörte ich nur noch einen lauten Knall und war froh, dass ich das Rad ohne Sturz zum stehen bekommen habe. Erstaunlicherweise bin ich sehr ruhig geblieben und der Wechsel des Schlauchreifens hat reibungslos funktioniert. Wieder auf dem Rad habe ich mir vorgenommen ruhig zu bleiben und dafür beim Laufen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Leider habe ich dann nie wieder einen runden Tritt und einen Rhythmus gefunden. Immer wieder kamen Gedanken auf, die Reifenpanne auf dem Rad wieder einzufahren. Trotz des Versuches, diese Gedanken wieder zu verwerfen, habe ich doch öfters den Kraftakt gewagt, um ein paar Minuten aufzuholen. An dieser Stelle habe ich dann auch mental das Rennen verloren. Ich habe des öfteren das Rennen aufgegeben, anstatt im Ziel abzurechnen. Für die zweite Runde benötigte ich dann 2:27:32 Stunden inklusive des Schlauchreifenwechsels und es war nur noch ein Schnitt von 33,67 km/h. Den starken Abfall gegenüber der ersten Runde kann ich mir leider nicht erklären. Es scheint so, dass ich in der zweiten Runde eingebrochen bin. Das Gefühl hatte ich jedoch nicht. Natürlich sind die Beine nach 120 Kilometer nicht mehr ganz so frisch, aber die Beine fühlten sich auch in der zweiten Runde noch recht gut an. Vermutlich habe ich an den Anstiegen zu viel gebummelt. Nach 5:01:14 Stunden, was leider nur einem Schnitt von 35,85 km/h entspricht, konnte ich dann mein Rad in der Wechselzone den netten Helfern in die Hand geben und mich auf den letzten und entscheidenden Teil des Tages konzentrieren.

Montag, 13. Juli 2009

Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden - Teil 1 - Schwimmen

Um 4:20 Uhr klingelte der Wecker. Geschlafen hatte ich in der vergangenen halben Nacht nicht richtig. Dafür war ich nach dem Weckerklingeln wach und fühlte mich auch fit genug für einen Ironman. Schnell waren die letzten Sachen zusammen gepackt und um 5:00 Uhr ging es zum Frühstück. Leider hat das Hotel in diesem Jahr es nicht ermöglichen können, dass das Frühstück schon um 4:30 Uhr zur Verfügung stand. Letztes Jahr klappte das noch. Nach einem schnellen Frühstück mit 3 Scheiben Brot mit Marmelade und 2 Tassen Kaffee bin ich mit meinem Bruder, die 4 Kilometer zum Langener Waldsee, mit dem Mountainbike gefahren. Dort angekommen, war schon reges Treiben in der Wechselzone. Zügig ging ich zu meinem Rad und erledigte ohne viel nachzudenken die noch notwendigen Aufgaben. Die Zeit verging viel zu schnell und ich verzichtete darauf alles nochmals zu überprüfen und durchzugehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Neo. Kurz bevor ich ins Wasser ging habe ich mit meinem Bruder noch einen kleinen Smalltalk gehalten. Dann kam das Einschwimmen und ich fühlte mich frisch und kräftig. Nach der Nationalhymne kam dann auch schon der Startschuss. Endlich ging es los. Beim Anschwimmen hatte ich etwas zu viel Gas gegeben. Nach 300 Metern merkte ich, dass ich das Tempo nie halten könnte und versuchte dann etwas ruhiger zu schwimmen. Der gefühlte Rhythmus war gut und nach 35 Minuten konnte ich meinen ersten Landgang absolvieren. Ich wusste schon, dass es keine berauschende Zeit ist, aber ich fühlte mich wesentlich besser als letztes Jahr. Den kurzen Landgang habe ich dann schon in den Beinen gespürt. Das Blut ist nicht so schnell in den Beinen angekommen und ein wenig benommen ging es auf den zweiten Schwimmabschnitt. Bis zur letzten großen Wendeboje ging es noch ganz ordentlich. Dann hatte ich den Schwimmaustieg auch schon vor Augen, jedoch wollte der nicht näher kommen. So langsam schmerzte der Nacken, die Arme wurden immer schwerer und von der Schwimmbrille bekam ich stechende Kopfschmerzen. Nach 1:04:00 Stunden erreichte ich endlich den Schwimmausstieg und freute mich, dass ich wenigsten die Zeit von letztem Jahr wiederholen konnte. Diesmal war ich um es genau zu nehmen 9 Sekunden schneller :-). Auch der Allgemeinzustand war hervorragend im Vergleich zu letztem Jahr.


Montag, 6. Juli 2009

Der Elefant ist gegessen - Ironman Frankfurt in 9:52:41 Stunden

Um es vorweg zu nehmen, es hat wieder einmal nicht gereicht für Hawaii. Der 5. Juli 2009 sollte nicht mein Tag werden, obwohl es sehr gut anfing. Was ich an diesem Tag erlebt habe und warum ich das Rennen im Kopf verloren habe, werde ich in weiteren Blogeinträgen für die einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen berichten. Jetzt möchte ich mich aber erstmal bei meiner Familie und Verwandten bedanken, dass Ihr mich vor Ort so tatkräftig unterstützt habt. Vorallem Dir Oliver, vielen Dank für Deine Ünterstützung von 4:20 Uhr bis 20:12 Uhr. Ohne Dich hätte alles nicht so reibungslos funktioniert. Vielen Dank auch an alle, die für mich die Daumen gedrückt haben.


Donnerstag, 2. Juli 2009

Ironman Frankfurt 2009 mit der Startnummer 384

Nun ist es wieder so weit! Die letzten Tage vor dem Ironman Frankfurt liegen vor mir. Am 5. Juli um 6:45 Uhr werde ich mich mit der Startnummer 384 und weiteren 2300 Triathleten ins Wasser am Langener Waldsee stürzen. Dann werde ich sehen, was die Zeiten aus dem letzten Jahr wert sind. Es wird ein ganz heißes Rennen werden. Es sind 28 Grad angekündigt. Die letzten Tage verbringe ich mit der einen oder anderen kleinen Trainingseinheit. Heute stand nochmal 40 Minuten schwimmen im Langener Waldsee und ein zwanzig Minuten Läufchen auf dem Programm. Zwischendurch habe ich noch am Römer meine Startunterlagen abgeholt und bin nach einer kleinen Erholungpause mit dem Auto noch die Radstrecke abgefahren. Im Auto kann man sich oft nicht vorstellen, dass man so eine Strecke bewältigen kann. Keine Ahnung, wie ich letztes Jahr diese Strecke hinter mich gebracht habe.
Morgen muss ich nochmals für dreisig Minuten aufs Rad und um 15:00 Uhr findet dann die Wettkampfbesprechung statt. Samstag ist dann der Radcheckin und danach werden die Füße hoch gelegt und die Nervosität bekämpft. Dann hoffe ich, dass ich ein paar Stunden schlafen kann, bevor der Wecker sich um 4:00 Uhr meldet. Wenn Ihr auch live dabei sein wollt, dann schaut auf der Seite www.ironman.de mal vorbei.

See u after the race


Mittwoch, 24. Juni 2009

Letzter Testwettkampf in Norderstedt

Letztes Wochenende habe ich den letzten Testwettkampf aus dem vollen Training heraus absolviert. Auch letztes Jahr habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen und ich wollte wenigstens meinen vierten Platz verteidigen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es wurde ein traumhafter Renntag. Mein Start war um 10:15 Uhr. Vorher nahm ich meine Startunterlagen in Empfang und stellte das Rad in der Wechselzone ab. Beim Aufwärmen spürte ich schon das eine oder andere ziehen der Muskeln. Egal, das ist der Trainingsabschluß für den IM Frankfurt und es sollten nochmals alle Reserven heraus geholt werden. Danach ging es dann auch gleich ins Schwimmbecken zum einschwimmen. Punkt 10:15 Uhr erfolgte dann der Start. Auf meiner Schwimmbahn starteten noch fünf weitere Triathleten. Ich war erstaunt, dass ich mich von Anfang an an die Spitze des Feldes schwimmen konnte. Die ersten 600 Meter konnte ich alle Angriffe abwehren. Danach musste ich mich überholen lassen. Nach weiteren 100 Metern hatte ich mich ein wenig im Wasserschatten erholt und konnte wieder die Führung übernehmen. Nach 28:30 Minuten war ich dann in der Wechselzone (reine Schwimmzeit vermutlich 27:00 Minuten). Das war nicht wirklich schnell, aber ich fühlte mich wesentlich entspannter als in den letzten Jahren. Das lies für eine gute Radzeit hoffen. Nach den ersten Kilometern stellte ich aber fest, dass die letzten Trainingswochen fast alle Reserven geschluckt haben. Runde um Runde wurde ich langsamer und konnte bei manchen Überholmanövern nicht dagegen halten. Nach 1:04:03 Stunde und einem mageren 39er Schnitt konnte ich in die Laufschuhe steigen. Da ich vor und hinter mir keinen Athleten gesehen habe, konnte ich das Laufen etwas ruhiger angehen. Dennoch wollte ich zum erstenmal einen Schnitt unter 4 Minuten laufen. Die ersten Meter verliefen sehr gut und ich konnte dann das Tempo steigern. Die erste von vier Laufrunden war noch etwas verhalten. Laufrunde zwei und drei waren dann doch schon schneller. Die letzte ging fast schon von alleine. Für die Laufstrecke benötigte ich dann 41:49 Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 2:14:22 Stunden erreichte ich den fünften Platz und in der Altersklassenwertung den zweiten Platz. Gegenüber letztes Jahr konnte ich mich um 3 Sekunden :-) verbessern. Nun habe ich auch gelernt, wie man einen Elefant isst! Nämlich Stück für Stück. Mit dem letzten Rennen vor dem IM Frankfurt ist der Elefant nun gegessen und es geht bald nach Frankfurt zur Nachspeise. Diesmal kann ich wirklich alle gedrückten Daumen gebrauchen!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Zusammenarbeit mit Storm Cycles (Roger Tanner) beendet

Nach dem Rennen in St. Pölten stand für mich fest, dass ich wieder auf meinen alten Rahmen, das Cervelo P3C wechseln werde. Gründe dafür sind, dass ich erst unter der extremen Belastung eines Rennen festgestellt habe, dass das Pearl Edge von der Rahmengröße vermutlich zu klein ist. und die Aeroposition nicht optimal für mich ist. Natürlich lag das schlechte Radergebnis nicht nur am Rahmen. Wie ich in dem vorherigen Post schon erwähnt habe, hatte ich auch an dem Tag keinen Druck auf die Pedale bekommen. Als ich Roger von meinen Problemen berichtete, war er sehr ungehalten und hat mir unprofessionelles Training und Verhalten vorgeworfen. Leider hatte er zu keiner Zeit versucht die Probleme konstruktiv zu lösen. Dadurch hatten sich die Seiten dann verhertet und an eine Zusammenarbeit ist nicht mehr zu denken. Aus meiner Sicht hat sich der Rahmenwechsel gelohnt, da ich seit dem keine Nacken- und Rückenschmerzen mehr habe. Der Trainingsschnitt hat sich auch um 1 bis 2 km/h erhöht. Nun bin ich überzeigt, dass ich im Hinblick auf den IM Frankfurt die richtige Entscheidung getroffen habe.

Freitag, 5. Juni 2009

St. Pölten hat mir die Grenzen aufgezeigt

Beim 70.3 in St. Pölten wollte ich eigentlich richtig angreifen. Die letzten Vorbereitungswochen verliefen auch ohne Verletzungen und Ausfällen. Die Unterstützung meines Dauercoaches Oliver, seit mehr als 41 Jahren mein Bruder, war mir auch wieder sicher (Vielen Dank für die tolle Unterstützung und den Fahrerservice). Also konnte es losgehen. Am Freitag Nachmittag holte mich mein Bruder in Wien am Flughafen ab. Der Rest des Tages war schnell vorbei. Ab ins Hotel einchecken, kurz die Beine auslaufen, Essen gehen und ab ins Bett. Am Samstag sind wir dann nach St. Pölten gefahren. Dort stand ein hartes Tagesprogramm auf dem Plan. Startunterlagen abholen, Radstrecke abfahren, Schwimmstart und Wechselzonen besichtigen und Rad einchecken. Anschließend sind wir wieder nach Wien zum Essen gefahren. Nach dem Essen habe ich noch meine Sachen für das Rennen gepackt und gegen 22:00 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Am Sonntag klingelte der Wecker um 4:00 Uhr! In St. Pölten angekommen ging es in die Wechselzone und das Rad wurde nochmals geprüft. Danach sind wir ganz langsam zum Schwimmstart gegangen. Da in Wellen gestartet wurde, konnte ich mir den Start der Profis noch anschauen. Dann war warm machen und Einschwimmen dran. Um 7:45 Uhr fiel dann für mich der Startschuss. Die ersten paar hundert Meter kam ich gut weg und fühlte mich wesentlich besser als in den letzten Jahren. Für die ersten tausend Meter hatte ich gehofft eine Zeit um 15 Minuten zu schwimmen. Leider brauchte ich für die ersten tausend Meter dann ca. 17 Minuten. Da war die Enttäuschung doch schon groß, da ich auch noch 900 Meter nach dem Landgang zu schwimmen hatte. Nach 34,37 Minuten kam ich dann aus dem Wasser. 4 1/2 Minuten langsamer als geplant. Nach weiteren 4:13 Minuten saß ich endlich auf dem Rad. Treten bis zum Umfallen war die Devise. Auf den ersten 10 Kilometern merkte ich aber schon, dass das heute nicht mein Radtag sein wird. Die Sitzposition fühlte sich nicht gut an und die Beine haben keinen Druck auf die Pedale gebracht. Die restlichen 80 Kilometer war eine reine Quälerei. Nie hatte ich auf der Strecke mal das Gefühl, dass es rund läuft. Nach langen 2:35:09 Stunden kamen ich sehr entkräftet in die Wechselzone. Da ich bei diesen Zeiten keine Chance mehr hatte auf die vorderen Plätze lies ich es beim Laufen locker angehen. Das Anlaufen gelang sehr gut. Leider hatte ich auf den ersten Kilometern noch Bach- und Rückenschmerzen, die vermutlich von der nicht idealen Aeroposition kamen. Nach 10,5 Kilometern packte mich dann doch noch der Ehrgeiz und ich wollte heraus finden, ob ich die zweiten 10,5 Kilometer noch schneller laufen konnte. Erfreulicherweise gelang mir dies dann auch. Für die 21 Kilometer benötigte ich dann 1:32:04 Stunden. Das bedeutete dann einen 4:21 km/h Schnitt. Mehr als der 39ste Platz in der Altersklasse und 263ste Platz in der Gesamtwertung war an diesem Tag nicht drin. Das Rennen war auich eine Standortbestimmung und zeigte mir, dass die 2 Monate Trainingsausfall leider nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind. Dafür muss ich dann mit dem Ergebnis doch noch zufrieden sein., wäre aber gern weiter vorne dabei gewesen. Gratulation noch an Gregor, der einen tollen Radsplit hingelegt hat.



Montag, 18. Mai 2009

Erster Testwettkampf in St. Pölten 70.3 - Startnummer 1920

Endlich steht am kommenden Sonntag der erste Testwettkamp in St. Pölten an. In dieser Woche wird schön getapert, um am Sonntag, den 24. Mai 2009 die Sau rauszulassen. Ob die Sau wirklich raus kommt wird man sehen. In dieser Saison kann ich mich selbst überhaupt nicht einschätzen. Durch die vielen Verletzungen und Trainingsausfälle hat sich meine Zielsetzung doch ziemlich verschoben. Für die Halbdistanz in St. Pölten wünsche ich mir einen flüssigen und reibungslosen Verlauf. Welche Leistungen ich in den einzelnen Disziplinen abrufen kann, kann ich gar nicht sagen. Die Trainingsresultate liegen weit hinter denen des Vorjahres und sind in den letzten Wochen auch sehr unterschiedlich gewesen. In St. Pölten möchte ich meine Renntaktik zum ersten mal nicht erst nach dem Schwimmen starten, sondern schon während des Schwimmens. Als schlechter Schwimmer habe ich immer gesagt, dass mein Wettkampf erst auf dem Rad beginnt. Diesmal versuche ich, dass mein Wettkampf schon beim Schwimmen los geht und dass ich mit einer akzeptablen Schwimmzeit mit im vorderen Radfeld lande. Auf dem Rad wird dann Druck gegeben, bis die Beine zittern. Nach dem Radfahren entscheidet sich dann, ob ich noch auf den 21 Kilometern versuche alles zu geben, um eine gute Plazierung zu erreichen, oder ob ich das Tempo raus nehme und mir somit die Regenationszeit für den letzten harten Trainingblock vor dem IM Frankfurt, verkürze. Unter http://ironman.com/events/ironman70.3/austria70.3 kann man den Wettkampf verfolgen.

Leider gibt es auch beim Triathlontraining sogenannte Nebenwirkungen, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann :-(

Vorletzter Trainingsblock ist vorbei

In den letzten Wochen habe ich mich mit Berichten in meinem Block sehr zurück gehalten, da ich nicht wusste, wie mein Körper mit den Strapazen fertig wird. Er hat das Training angenommen, aber von einer optimalen Vorbereitung kann man nicht sprechen. Ich bin aber zufrieden, da die Leistungskurve wenigsten nicht konstant geblieben ist, sondern auch ein bisschen nach oben ging. Dank Dr. Matthias Schmidt konnte ich nach meiner überstandenen Pankreatitis das Lauftraining auch wieder intensivieren. Über ein Jahr konnten und wollten die meisten Ärzte mir nicht helfen. Nach drei Behandlungen der Faszien bin ich fast schmerzfrei und kann auch wieder ein ganz ungewohntes Tempo laufen. Es ist schon ein Unterschied, ob man den Kilometer in 5:30 Minuten oder in 4:50 Minuten im GA1 Bereich laufen kann. Dafür nochmals vielen Dank für die Behandlungen.
Trainingshöhepunkt Mitte Mai war eine Radausfahrt mit Linus Gerdemann, dem Kapitän des Milram Team. Roger Tanner von Storm Cycles hat diese Radausfahrt ermöglicht. Vielen Dank nochmals dafür. Es war schon beeindruckend zu erfahren, was für Welten zwischen mir und einem Radprofi liegen. Während der gesamten Radausfahrt kam ich mir vor, wie wenn ich auf einem Dreirad einem Rennradfahrer hinterher jage. Mehr Detail plaudere ich lieber nicht aus. Mit von der Partie war auch Benny, der auch ein hervorragender Radfahrer ist und auch an Straßenrennen teilnimmt.


Donnerstag, 16. April 2009

Empfehlung für die Radausfahrten

3 Türen unten ist mein Tip der Woche. Viel Spaß!


Montag, 13. April 2009

Mein Wettkampfrad 2009

Endlich schaffe ich es Euch mein Wettkampfrad für 2009 vorzustellen. Es ist wieder ein Pearl geworden!

















Rahmen: Pearl Edge 2009 mit Sonderlackierung

Lenker: Vision TriMax Plus R-Bend
Sattel: Specialized Toupe 130
Kurbel: Wireless Powermeter Professionel FSA
Schaltwerk: SRAM red
Laufräder: Zipp 606
Besonderheit: SRM Wireless

Sonntag, 5. April 2009

Was bisher geschah...

Eines vorweg. Die letzten Wochen waren mit einer langen Trainingspause verbunden. In der Nacht vom Sonntag auf Montag, den 2.03.09 musste ich gegen 3:00 Uhr mit dem Notarztwagen ins UKE Hamburg gebracht werden. Nach einem Tag auf der Intensivstation hat sich heraus gestellt, dass ich Gallensteine und eine akute Pankreatitis habe. Na, dann gute Nacht. Dieses blöde Tier hat mich fast 5 Wochen vom Training abgehalten. In der Zeit ging aber auch gar nichts. Alles war nur wahnsinnig anstrengend und ermüdend. Nach dem Schuhe binden hatte ich schon einen Puls von 115. Was soll man dazu noch sagen. Nun muss ich schauen, ob ich meine Ziele überhaupt noch verfolgen kann! Sollte der Körper das Training in den nächsten zwei Wochen nicht annehmen, dann werde ich wohl oder übel für dieses Jahr das Training beenden müssen. Mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen.

Sonntag, 22. Februar 2009

Leistungsdiagnostik

In dieser Woche hatte ich meinen Leistungstest bei perfect getaway. In netter Atmosphäre hat mich Heiko auf dem Rad und dem auf dem Laufband zu meiner maximalen Leistung getrieben. Das Ergebnis empfand ich als sehr nüchtern. Ich dachte, dass ich mehr drauf habe. Nun muss ich doch kleinere Brötchen backen. Beim Radeln bin ich bei 380 Watt ausgestiegen, da ich schon längst im anaeroben Bereich war. Von der Kraft hätte ich noch weiter treten können. Aber wofür? Beim Laufen bin ich bei Tempo 18 km/h vom Band, da ich auch hier schon im anaeroben Bereich war.
Was hat es mir nun gebracht? Es hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir das Bewustsein geschaffen, dass ich mich doch mehr an die Vorgaben des Trainingsplanes halten sollte. Seitdem trainiere ich ganz konsequent in den vorgegebenen GA - Bereichen. Effekt ist, dass ich nicht immer versuche mir im Training etwas zu beweisen und ich viel erholter und entspannter die Trainingseinheiten absolviere. Bin schon sehr gespannt, wie sich das auf die Wettkämpfe ausübt.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Ursache IM Frankfurt 2008 vermutlich geklärt...

Lange haben wir spekuliert, warum es mir beim IM Frankfurt 2008 so schlecht erging. Nach vielen Diskussionen und Vermutungen haben wir vermutlich herausgefunden woran es lag. Während meines Trainingslager auf Lanzarote habe ich das Angebot, eine Ernährungsberatung bei Rita Bucher zu machen wahrgenommen. Bei diesem Gespräch wurde auch Vorbereitungsphase vor dem Wettkampf besprochen. Dabei wurde festgestellt, dass die über 20 Liter Wasser in den letzten 5 Tagen zu viel gewesen sein könnten. Da ich auch ständig pinkeln musste, habe ich alle Mineralien verloren und bin somit überhydriert an den Start gegangen. Was dann alles passiert ist, konnte man in den Blogeinträgen des IM Frankfurt 2009 nachlesen. Natürlich ist auch dies nur eine Vermutung, aber schon sehr wahrscheinlich.

Der Winter und das Training

Nach dem Trainingslager bin ich erstmals in ein körperliches Tief gefallen. Alle Trainingseinheiten sind mir sehr schwer gefallen. Es kommt noch dazu, dass fast alle Trainingseinheiten im Dunkeln zu absolvieren sind. Morgens ist es noch dunkel und Abends leider auch noch. Meine Verletzungen haben mir das Training auch nicht schmackhafter gemacht. Dadurch habe ich noch sehr viel Zeit bei Ärzten verbringen müssen. So langsam bessert sich der Zustand und die einzelnen Trainingseinheiten fühlen sich besser an. Beim Schwimmen, meiner "Damussichdurch - Disziplin" stelle ich gerade fest, was gleiten bedeuten kann. Hoffentlich ist es kein Eintagsfliegengefühl. Laufen fühlt sich im Moment katastrophal an. Es fühlt sich unflüssig und abgehackt an. Jetzt stehen wieder die längeren Läufe an und ich hoffe, dass damit auch wieder das Laufgefühl zurückkommt. Bei der Kälte bevorzuge ich es doch draußen zu laufen, was sich natürlich auch negativ auf das Tempo auswirkt. Durch die kalte Jahreszeit war es nur vereinzelt möglich die Radeinheiten im Freien zu unternehmen. Die Alternative lautet Rolle, oder das Spinningrad. Auf dem Spinningrad habe ich kein Gefühl für die aktuelle Leistung. Ich musste aber feststellen, dass 3 1/2 Stunden sich auf dem Spinningrad anfühlen wie gefühlte 6 Stunden im Freien. Das sind auch Gründe, warum ich mich nach Sonne sehne :-).

Freitag, 23. Januar 2009

Lanzarote -Dreizehnter und letzter Trainingstag

Beim Aufstehen habe ich schon gemerkt, dass es sportlich gesehen nicht mein Tag sein wird. Die vergangenen Trainingstage und die Ironmanstrecke vom Vortag, steckten ganz schön in den Beinen. Da half alles Jammern nichts, die letzte Trainingseinheit musste durchgezogen werden. Nach dem Frühstück freute ich mich auf meine Abschlußtour. Leider wollte das Wetter nicht mitspielen. und somit änderten wir alle paar Kilometer unsere Route. Wir ließen es jedoch locker angehen. Nachdem in Richtung Teguise zu regnen begann, haben wir uns mal wieder für Orzola entschieden. Das war auch die richtige Entscheidung. Dort haben wir erstmal einen Leche Leche zu uns genommen. Man hat der Gruppe auch die vergangene Tage angemerkt. Antriebslosigkeit beherrschte den Tag. Für die Beine war es aber auch wichtig noch ein bisschen zu fahren. Beim zweiten Anlauf haben wir dann Teguise bei regen erreicht. Nach drei Stunde habe ich meine Gruppe am Hotel abgeliefert. Leider stand auf meinem Trainingsplan vier Stunden Radfahren auf dem Programm. Also ging es nochmals hoch zum Torbogen und ein wenig in Richtung Orzola und wieder zurück. Es war nur noch ein Zeitabsitzen. Das ich ausgelaugt war, habe ich auch daran bemerkt, dass ich den Puls gar nicht mehr in die Höhe bekommen habe. Nach dem Radfahren ging schnell in die Laufschuhe und mein letzter Lauf auf Lanzarote stand noch an. Schön war, dass der Puls nicht hoch zu kriegen war und ich konnte deshalb ein schnelleres Tempo laufen. Entschuldigung Manu :-). Nun war alles an Trainingsprogramm abgearbeitet. Da ich den morgigen Vormittag genießen wollte, habe ich noch schnell das Rad auseinandergebaut und im Radkoffer verstaut. Die anderen Sachen waren auch schnell gepackt und es konnte zum Abendessen gehen. Dann stand nochmals "Bars abchecken in Puerto del Carmen" auf dem Programm.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Lanzarote - Zwölfter Trainingstag

Nach dem Aufstehen war Hochstimmung angesagt. Aufgelockerte Wolken waren zu sehen. Das bedeutete, dass wir die Ironmanstrecke abfahren konnten. Es sollte ein phantastischer Tag vor uns liegen. Nach einem schnellen Frühstück haben wir uns um 9:00 Uhr auf den Weg gemacht. 6 Kerle, die heute wissen wollten, was in ihnen steckt. Nach fünf Minuten auf dem Rad wäre ich heute gern wieder abgestiegen. Ich fühlte mich total leer. Leider war es heute nicht mein Tag. Ich denke, dass die letzten 1 1/2 Wochen doch schon ganz schön viel Kraft gekostet haben. Zum Glück war ich im Kopf stark genug um an der Truppe dran zu bleiben. Die ersten 2 Stunden konnte ich noch ganz gut mithalten. Nach einer kurzen Pause ging es dann durch die Feuerberge (Timanfaya). Dort erhöhte Norbert das Tempo und ich musste zum ersten Male Federn lassen. Als wir schon 120 Kilometer hinter uns hatten, kamen aber erst noch die harten Berge. Beim Anstieg zum Mirador del Haira musste ich wieder die Gruppe ziehen lassen. Die Beine wollten heute einfach nicht ihren Dienst erbringen. Beim letzten Anstieg hoch zum Mirador del Rio habe ich noch ein paar Körner auspacken können und habe mich nicht abschütteln lassen. Der Gedanke, dass ich dies alles für die Hawaiiqualifikation mache, hat nochmals Kräfte freigesetzt. Den Rest der Tour haben wir dann zügig nach Hause pedalliert. Es ging dann fast nur noch abwärts. Nach 5:50 Stunden und 171,24 Kilometer kamen wir mit einem zufriedenen 29,4 km/h Durchschnitt an. Dabei haben wir 2228 Höhenmeter überwunden. Im Zimmer angekommen wurden schnell die Klamotten gewechselt und es ging noch für eine halbe Stunde auf die Laufstrecke. Auch wenn ich noch nicht so laufstark bin, wie ich mir das wünsche, war ich nach diesem Radprogramm mit einem Durschnitt von 5:15 Minuten pro Kilometer zufrieden. Anschliessend habe ich mich in die Wanne gelegt und von schönen Dingen geträumt. Nach dem Abendessen war nur noch ausruhen angesagt. Morgen steht noch die Abschlusstour aus. Ich vermute, dass diese genauso hart wird wie die heutige. In einer Nacht kann ich nicht so schnell regenieren, dass ich morgen wieder aus dem vollen Schöpfen kann.


Mittwoch, 21. Januar 2009

Lanzarote - Elfter Trainingstag

Gestern habe ich die Definition eines Ruhetages von meiner Trainerin veröffentlicht. Und heute habe ich wirklich einen Ruhetag eingelegt. Nicht weil ich körperlich so erschöpft war. Nein, mental hatte ich eine Blockade. Irgendwie habe ich mich gegen das Schwimmen und die Stabi so gesträubt, dass ich mir gesagt habe, dann lass es auch sein. Ausser Essen, Lesen und Faulenzen ist nicht viel passiert. Nach dem Abendessen haben wir gemeinsam noch dsds angeschaut. Nun habe ich mich geoutet. In der Gruppe macht es wahnsinnig viel Spass, so einen Schwachsinn anzuschauen.

Dienstag, 20. Januar 2009

Lanzarote - Zehnter Trainingstag

Gegen sechs Uhr wurde ich von einem plätscherndem Geräusch geweckt. Es regnete mal wieder. So ein schlechtes Wetter hatte ich bis jetzt noch nie auf Lanzarote. Schlafen konnte ich dann nicht mehr. Um 7:30 Uhr war ich einer der ersten beim Frühstück. Daniel hat den Start für die Ironmanstrecke erstmal um eine Stunde verschoben. Leider nutzte das nichts. Die Ironmanstrecke wurde wegen zu starken Winden abgesagt. Es wurde dann entschieden, dass wir heute ganz normales Radtraining machen und morgen einen Ruhetag einlegen. Als wir uns auf dem Weg zum Torbogen waren, fing es schon wieder an zu nieseln. Diesmal haben wir uns nicht von unserer Tour abbringen lassen und fuhren erstmal in Richtung Orzola. Erste Zwischenstation war der Mirador del Rio. Dort oben herrschten ganz schöne Windstärken. Windspitzen von bis zu 70 km/h. Weiter ging es zum nächsten Berg dem Mirador del Haira. Die Abfahrt nach Teguise war nicht ungefärlich. Öfters erwischte uns eine seitliche Böhe. Nach ca. 2 Stunden hatten wir schon ca. 1000 Höhenmeter hinter uns gebracht. Die Beine fühlten sich heute leider noch müder als gestern an. In Teguise haben wir an einer Tankstelle unseren ersten Stopp eingelegt. Unser Ziel war es fünf Stunden auf dem Rad zu sitzen. Aus diesem Grund fuhren wir weiter nach Famara, Soo, bis nach La Santa. Der Gegenwind nach Famara hat mir fast die Oberschenkel platzen lassen. Von La Santa fuhren wir weiter über Tinajo, San Bartholome und den Müllberg ins Hotel. Nach dem Müllberg wollten wir eigentlich noch einmal in Richtung Orzola abbiegen, um unsere fünf Stunden voll zu bekommen. Ein Regenschauer hat uns die Lust verdorben. Die fehlenden 13 Minuten haben wir uns geschenkt. Anschließend habe ich mich unter die Dusche begeben und wartete auf das verabredete Fotoshooting am Strand mir Andreas und Nicole. Leider haben wir uns bei der Planung total missverstanden und uns nicht an dem von uns jeweils gedachten Treffpunkt getroffen. Das ist echt peinlich, da die Zwei zwei Stunden in der Kälte auf mich gewartet haben. Nach dem Essen war dann Freizeit angesagt.

Nachtrag zum Thema Ruhetag (Ein Hinweis meiner Trainerin :-))
Ich habe KEINEN Ruhetag! Ruhetag heißt bei meiner Trainerin Pause. An ihren Ruhetagen wird nicht trainiert. Es gibt keine regenerativen Läufe. Ich habe Tage mit aktiver Erholung dabei, Ruhetage bekomme ich, am Ende der Woche.

Montag, 19. Januar 2009

Lanzarote - Neunter Trainingstag

Der Schreck war beim Aufstehen schon sehr groß, als ich die geschlossene Wolkendecke sah. Kein einziger Sonnenstrahl kam durch diese Wolkendecke. Vor dem Schwimmen um 8:00 Uhr habe ich schnell noch ein paar Kellogs Flakes zu mir genommen. Viele technische Übungen standen heute auf dem Programm. Zum Abschluss mussten wir noch 8x50 Meter im GA2 Bereich schwimmen. Ich vermute mal, dass mir diese 400 Meter die Beine schwer gemacht haben. Nach dem Frühstück sind wir bei leichtem Nieselregen losgefahren. Nach 200 Meter haben wir unsere Route geändert und wollten über den Torbogen nach Orzola fahren. Auf halber Strecke haben wir die Route geändert, weil wir schon richtig nass waren. Dann war es uns egal und wir haben die ursprünglich geplante Route wieder aufgenommen. Nachdem wir umgedreht sind, ging es in Richtung Arrecife zum Müllberg. Dann weiter nach Mozaga, Uga, bis nach Playa Blanca. Vor uns lag der schöne kraftzerrende Anstieg nach Fermes. Nach qualvollen Minuten und mit dicken Beinen haben wir es bis zum Kreisel geschafft. Dann haben wir beschlossen nach Yazia zu fahren um einen kurzen Stopp beim Supermarkt zu machen. Danach ging es über die Feuerberge (Nationalpark Timanfaya), San Bartholome und den Müllberg wieder zurück zum Hotel. Zweimal wurden wir während der Radtour vom Regen erwischt. Nach 4:16 Stunden hatten wir 1291 Höhenmeter und 121,54 Kilometer zurückgelegt. Obwohl gestern ein Ruhetag war und ich mich sehr gut erholt habe, fühlte ich mich auf dem Rad, wie wenn ich die letzten 5 Tage ohne Pause gefahren währe. Der 30 Minutenlauf, der auf dem Trainingsplan stand, tat ganz gut und ich konnte die Beine ein bisschen locker laufen. Nach dem Laufen habe ich mich entschlossen, den SPA Bereich aufzusuchen und habe mich eine halbe Stunde in den Whirlpool gelegt. Das war Entspannung pur. Endlich war es soweit, dass man zum Essen gehen konnte. Nach dem Essen habe ich noch ein bisschen am Blog geschrieben und bin sehr früh ins Bett gegangen. Morgen steht ja die Ironman Runde mit 180 Kilometer auf dem Programm.

Sonntag, 18. Januar 2009

Lanzarote - Achter Trainingstag

Heute war für alle Triathleten endlich wieder ein so genannter Ruhetag. Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück hat es sich so ergeben, dass ich die Möglichkeit hatte ein Profishooting mit Nicole Töpfer und Andreas Niedrig zu machen. Erst konnte ich es gar nicht glauben. Als wir dann gegen 11:30 Uhr zum Strand gingen relisierte ich, was für ein Glück ich als Hobbyfotograf habe. Es sollte ein Shooting mir Neoprenanzüngen und Schwimmeinheiten werden. Da ich auch noch eine halbe Stunde ins Wasser wollte, habe ich meinen Neo auch eingepackt. Für ein Shooting waren es nicht gerade die optimalen Bedingungen, da wir beim höchsten Sonnenstand die Bilder geschossen haben. Es hat verdammt viel Spaß gemacht mit den Beiden Bilder zu machen. Vielen Dank nochmals Nicole und Andreas, dass Ihr das Vertrauen hattet und mit mir Bilder gemacht habt. Nach dem Fotoshooting habe ich meine Schwimmeinheit absolviert. Ca. 1,5 Kilometer. Nach dem Schwimmen haben wir die Sonne genossen und leider sah man uns das dann später auch in den Gesichtern an. Da wir alle großen Hunger hatten, sind wir erst in eine Strandpizzeria gegangen und zum Nachtisch haben wir in einer BVB Dortmund Bar noch einen Crepe zu uns genommen. Danach machten wir uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg hatten wir verdammt viel Spaß. Die Bilder sprechen glaube ich für sich. Eigentlich hatten wir alle gar keinen großen Hunger mehr. Aber wegen der Geselligkeit waren wir alle wieder beim Essen. Um 20:15 Uhr stand dann "Talk with the Pros" auf dem Programm. Ulrike Schwalbe, Nicole Töpfer und Andreas Niedrig standen Rede und Antwort. Danach habe ich mich aufs Zimmer verzogen, da ich noch einige Bilder zu bearbeiten hatte.

Samstag, 17. Januar 2009

Lanzarote - Siebter Trainingstag

Große Erleichterung kam nach dem Aufwachen auf, als ich sah, dass die Wolkendecke nicht mehr so dicht war. Heute konnte ich es gemütlich angehen lassen. Ins Schwimmbad konnten wir nicht, da am Samstag dort Putztag ist. Daher ging es nach dem Aufstehen direkt zum Frühstück. Start er Radausfahrten wurde heute um eine halbe Stunde nach vorne geschoben. Gestern kamen noch weitere Teilnehmer an, von denen drei in meiner Gruppe mitgefahren sind. Schnell stellte sich heraus, das diese noch sehr frisch und kräftig sind. Somit war wir heute seht zügig unterwegs. Einer der drei neuen ist Norbert Huber. Aber seht selbst unter http://home.vr-web.de/huber-norbert/. Los ging es über gewohnten Weg zum Torbogen. Dann fuhren wir quer rüber nach Teguise. Von Teguise sollte es in Richtung La Vegueta gehen. Aufgrund der bedrohlichen Wolken haben wir unsere Tour geändert. Wir sind zurück Richtung Teguise und dann in die Sonne nach Fermara gefahren. Von Fermara ging es weiter nach Soo bis La Santa. Anschließend näherten wir uns dem TImanfaya von der anderen Seite. Weiter rollten wir nach Yaiza. Dort an meinem geliebten Supermarkt gab es endlich Snickers und Cola. Nach der kurzen Pause fuhren wir wieder die Traumstrecke an der Küste El Golfo entlang. Durch den Umweg über Famara hatten wir doch schon einige Radkilometer in den Beinen. Deswegen haben sich Dirk und ich entschlossen mit den anderen auch zurück zu fahren. Eigentlich sollte unsere Tour noch nach Playa Blanca. Der Rückwind war sehr anstrengend, da es nur noch sehr starken Gegenwind gab. Wir kämpften uns durch den Gegenwind zum Hotel über San Bartholome und den Müllberg. Nach 4:51 Stunden und 1525 Höhenmetern kamen wir im Hotel an. Zur Erholung und Regeneration blieb keine Zeit, da noch ein 30 Minutenlauf auf dem Programm stand. Das Laufen geht auch immer besser. Die Pulswerte gehen runter und das Tempo geht nach oben. So soll es sein. Nach dem Duschen ging es wieder sofort zum Essen. Auf dem weiteren Programm stand heute "Bars abchecken in Arrecife". Da Triathleten keinen Alkohol trinken und früh ins Bett gehen, ist es selbstverständlich das darüber kein Bericht zu erwarten ist.


Freitag, 16. Januar 2009

Lanzarote - Sechster Trainingstag

Heute stand eigentlich von 7:15 Uhr bis 8:15 Schwimmen auf dem Trainingsprogramm. Leider habe ich mir gestern beim Spinning die linke Wade so verhärtet, dass ich mich gegen das Schwimmen entschieden habe. Würde ich morgens Schwimmen gehen und hätte dabei dann auch noch Krämpfe, dann würde das Radfahren eine Qual werden. Außerdem sah das Wetter beim Aufwachen nach einem weiteren Erholungstag aus. Nach dem Frühstück hat sich das Wetter so gut entwickelt, dass wir losfahren konnten. Die Wolken über Lanzarote haben uns aber zu spontanen Routen gezwungen. Wir versuchten dem Regen davon zu fahren. An der Küste war es noch am schönsten. Deswegen sind wir erst über den Torbogen nach Orzola gefahren. Von Orzola ging es wieder ein Stück zurück, da das nächste Ziel der Mirador del Haira war. Bei Tabayesco ging der Aufstieg zum Höhenmeter sammeln los. Bis hoch zum Mirador del Rio benötigt man zwischen 30 und 40 Minuten, je nach Verfassung der Beine. Oben angekommen haben wir eine kurze Pause gemacht um die leeren Flaschen zu füllen. Da ein Großsteil der Gruppe noch auf den Mirador del Rio fahren wollte, habe ich mich dazu überreden lassen. Kurz hinter Haira habe ich mich dann dagegen entschieden. Eine dunkle Regenfront kam auf uns zu und mir war das Risiko wegen zu starkem Wind einfach zu groß. Bis auf drei Radler, die unbedingt auf den Mirador del Rio wollten, ist die Gruppe mit mir erst in Richtung Orzola und dann nach Costa Teguise zum Hotel gefahren. Nach fast vier Stunden habe ich die Gruppe am Hotel abgeliefert und bin nochmals für eine Stunde in Richtung Orzola aufgebrochen. Nach über fünf Stunden und 1353 Höhenmetern war auch ich dann endlich im Hotel wieder angekommen. Leider hatte ich kaum Zeit zur Erholung, da um 17:15 Uhr Stabilisationstraining auf dem Programm stand. Anschließend habe ich schnell geduscht und da der Hunger sehr groß war, ging es danach direkt zum Abendessen. Den Rest des Abends habe ich mit einem sehr guten Buch verbracht.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Lanzarote - Fünfter Trainingstag

Bis zum Frühstück sah das Wetter noch ganz akzeptabel aus. Danach nahm der Wind so stark zu, dass der große Regen nicht lange auf sich warten lies. Das Trainingsprogramm wurde deswegen umgestellt. Wir konnten im Fitnessbereich die Spinningräder nutzen und anschließend wollte ich noch einen Stundenlauf anhängen. Nach dem Stundenlauf war noch Schwimmen geplant. Es kam dann aber alles anders. Nach dem Spinning hat Daniel mir mitgeteilt, dass mich Stefan nach La Santa fahren kann, damit mein Rad repariert werden konnte. Bei den letzten Radausfahrten hatte ich das Problem, dass der Umwerfer nicht korrekt funktionierte. Manchmal konnte ich vom großen Blatt nicht mehr aufs Kleine schalten oder umgekehrt. Dieses Problem zu lösen war mir wichtiger, als das heutige Training. In La Santa bei Pro Bike konnte meinem Rad dann auch geholfen werden. Mit einer FSA Schelle und einem neuen Dura-Ace Umwerfer war das Problem nicht mehr vorhanden. Solltet Ihr irgendwelche Radprobleme auf Lanzarote haben, dann kann ich Euch diesen Radladen nur empfehlen. Hervorragender Service und angemessene Preise. Diese Tour hat ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen. Anschließend sind wir Essen gegangen und haben den Abend bei einem Film in der Zentrale verbracht. Der Film war das schlechteste was ich seit langem gesehen habe. Aber die Geselligkeit hat mich davon abgehalten zu früh ins Bett zu gehen.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Lanzarote - Vierter Trainingstag (Ruhetag)

Heute ist allgemeiner Ruhetag. Ruhetage sehen bei Triathleten jedoch etwas seltsam aus. Eigentlich wollte ich vor dem Frühstück mein Schwimmprogramm und nach dem Frühstück mein Laufprogramm am RUHETAG absolvieren. Da ich aber etwas an Schlaf nachzuholen hatte, habe ich mich fürs Ausschlafen entschieden und das Trainingsprogramm auf Nachmittag verschoben. Nach dem Frühstück habe ich einfach nur die Zeit genossen. Für das Trainingscamp stand heute am Ruhetag Neoprenschwimmen auf dem Programm. Ich habe mich entschieden die Kamera einzupacken und das Neoprenschwimmen mit der Kamera zu begleiten. Bei herrlichem Sonnenschein hat das sehr viel Spaß gemacht. Als wir wieder im Hotel waren, habe ich meine Schwimmsachen gepackt und habe meine Schwimmeinheit absolviert. 30 Minuten Testschwimmen stand auf dem Programm. Nach mageren 1750 Metern bin ich frustriert aus dem Wasser gestiegen. Da ich schon frustriert war, dachte ich mir, dass ich nun auch laufen gehen kann. Eine Stunde locker an der Strandpromenade entlang hat dann für das frustrierende Schwimmen entschädigt. Anschließend schnell unter die Dusche und dann ging es schon zum Essen. Als Abendprogramm wurde der neue James Bond Film angeboten. Da ich kein Freund von dieser Art Filme bin, habe ich mich an den Klapprechner gesetzt und an den Berichten für meinen Triathlonblog geschrieben.

Dienstag, 13. Januar 2009

Lanzarote - Dritter Trainingstag

Letzte Nacht habe ich leider nur 3 1/2 Stunden geschlafen. Unter anderem lag es an meinem Zimmerkollegen, der alle Palmen in Lanzarote abgesägt hat. Gegen 4:00 Uhr habe ich mich dann auf die Couch verzogen und konnte doch noch ein paar Stunden schlummern. Der Wecker klingelte dann um 7:30 Uhr. Um 8:00 Uhr ging das geleitete Schwimmen los. Die ganze Stunde hat Daniel ein Technikprogramm durchgezogen. Nach dem Frühstück ging es um 10:30 Uhr auf die Räder. 4 1/2 bis 5 Stunden Radausfahrt standen vor uns. Diesmal begleitete uns Ulrike Schwalbe. Sie war vierte bei den Damen auf Lanzarote 2007. Die Tour startete über den berühmten Müllberg. Der verlangt einem schon alles ab, bevor man sich eingefahren hat. Dann fuhren wir in Richtung Mozaga und bogen vorher am Kreisverkehr nach Uga ab. Die Strecke nach Uga ist schön wellig und man kann ein gutes Tempo fahren. Meistens hat man auch noch Rückenwind. Dann ging es hoch nach Femes. Von Femes sind wir an den schönen Küstenabschnitt in Richtung El Gofo gefahren. Von El Golfo ging es nach Yaiza. Dort haben wir am Supermarkt eine kleine Pause eingelegt. Gestärkt ging es durch den phantastischen Nationalpark Timanfaya. Auch dieses Mal waren wir für Daniels ausgearbeitete Tour zu schnell und ich habe mich dazu entschlossen, den Rückweg anders zu gestalten. Wir sind dann weiter nach La Santa, Soo, Famara und Teguise gefahren. Der lange Anstieg hoch von Famara nach Teguise hat doch einige an die Grenzen gebracht. In Teguise angekommen haben wir an der Tankstelle noch einen kurzen Verpflegungsstop eingelegt. Weiter ging es dann in Richtung Hotel nach Tachiche und weiter am Golfplatz und Aquapark vorbei. Nach 4:24 Stunde reiner Fahrzeit und 1570 Höhenmeter in Beinen sind wir im Hotel angekommen. Eigentlich wollte ich noch eine 1/2 Stunde länger fahren. Mein Ischiasnerv hat sich zwischendurch öfters gemeldet und ich dachte dann, dass weniger manchmal auch mehr sein kann. Um 16:00 Uhr leitete ich dann noch den Lauftreff und wir sind nur 30 Minuten ganz locker an die Strandpromenade und zurück gelaufen. Zum Abschluss stand noch eine kleine Einheit Stabi und Dehnen auf dem Programm. Leider können wir den Spabereich im angrenzenden Schwimmbad nicht mehr nutzen und somit musste ich mich mit der Badewanne begnügen. Nach dem Abendessen gab es noch einen weiteren kurzen Vortrag von Rita Bucher über Proteine und Essverhalten vor und während des Wettkampfes. Danach hat Daniel noch ein paar Biere an der Hotelbar ausgegeben und somit war für einen tiefen Schlaf auf der Couch gesorgt.



Montag, 12. Januar 2009

Lanzarote - Zweiter Trainingstag

Um 6:40 Uhr klingelte der Wecker. Schwimmen stand auf dem Programm. Kurz nach sieben war ich im Schwimmbad und habe meine 2,8 Kilometer abgespult. Vielleicht sollte ich eher sagen abgestottert. Abspulen kann man nur etwas, das man auch beherrscht. Das kann man vom Schwimmen bei mir leider nicht behaupten. Nach dem Schwimmen ging es dann zu einem kurzen Frühstück. Um 10:30 Uhr starteten schon die Radtouren. Da war leider nicht genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Am zweiten Trainingstag standen 4 Stunden Radfahren auf dem Programm. Meine Radgruppe wurde noch mit 2 Spaniern aufgefüllt. Darunter befand sich der fünfte des Ironman Lanzarote 2008 Gregorio Cáceres Morales. Los ging es Richtung Torbogen. Die Strecke ist bei Gegenwind sehr anpruchsvoll und man kann schon sehr schnell am Anschlag sein, wenn man sich hier nicht zurück hält. Dann ging es weiter über Tahiche nach Teguise. Der Anstieg nach Teguise bei Gegenwind ist schon sehr qualvoll. Gregorio war auch sehr schwer zu bremsen. Es war nicht immer einfach sein Tempo mitzugehen. Von Teguise ging es dann weiter über Famara, Soo, La Santa nach Tinajo. Da wir zu schnell unterwegs waren, haben wir uns entschieden nicht die Rücktour anzutreten, sondern über Bodega nochmals nach Teguise zurück zu fahren. Dort an der Tankstelle haben wir nochmals den Tank gefüllt und sind dann Richtung San Bartholome und den Müllberg wieder nach Hause gefahren. Da meine Radzeit noch nicht erreicht war, bin ich nochmals in Richtung Orzola aufgebrochen und bei Arrieta umgekehrt und war dann nach 4:09 Stunden und 1137 Höhenmeter wieder im Hotel. Anschließend stand noch ein 30 Minutenlauf auf dem Programm. Nach dem Abendessen gab es noch einen Vortrag von Rita Bucher, die als Ernährungscoach das Trainingscamp ein paar Tage begleitet.


Sonntag, 11. Januar 2009

Lanzarote - Erster Trainingstag

Nach einem schönen langen ausgiebigen Frühstück stand heute nur eine Einrollrunde von ca. 2 1/2 Stunden auf dem Programm. Bei starkem Gegenwind sind wir nach Orzola gefahren. Dort haben wir einen Milchkaffe zu uns genommen. Auf dem Rückweg haben wir uns vom Wind nach Hause fahren lassen. Auf meinem Trainingsplan standen 3 Stunden Radfahren. Deshalb bin ich anschließend noch mit Rene eine kleine Runde zusätzlich gefahren. Um 16:00 Uhr war der Lauftreff angesagt. Bei einem angenehmen Tempo haben wir den Rundkurs in ca. 56 Minuten bewältigt. Nach dem Abendessen stand um 20:15 Uhr die offizielle Begrüßung auf dem Programm. Mittlerweile sind auch die restlichen Teilnehmer eingetroffen. Auch an diesem Tag ging es wieder früh ins Bett.







Samstag, 10. Januar 2009

Trainingslager Lanzarote

Nun ist es schon wieder soweit, das erste Trainingslager in diesem Jahr steht an. Bedanken muss ich mich ganz herzlich bei meiner Familie, die mich 14 Tage entbehrt und mir den Luxus gönnt, meinen Körper zu schinden. In der ersten Woche stehen ungefähr 30 Stunden Training auf dem Programm und in der zweiten Woche ca. 25 Stunden. Am Samstag, den 10.01.2009 war es dann so weit. Meine Familie hat mich zum Flughafen gebracht und um 11:00 Uhr ging es ab in die Luft. Vor lauter Essen und Lesen habe ich vom Flug nichts mitbekommen. Gegen 14:30 Uhr landete ich auf Lanzarote. Daniel von der triathlonschule.de hat mich und zwei weitere Teilnehmer vom Flughafen abgeholt. Bei 21 Grad, Sonne und vielen Wolken fuhren wir von Arrecife nach Teguise. Dort angekommen habe ich mein Rad zusammengebaut und eine kleine Testrunde gedreht. Ja, der verfluchte Wind ist immer noch auf Lanzarote. Anschließend bin ich Essen gegangen und habe die ersten Teilnehmer des Trainingcamps kennengelernt. Dieses Jahr ist das Trainingslager bei Daniel für mich etwas ganz besonderes. Daniel setzt mich zum ersten Mal als Radguide ein. Geplant ist, dass ich Gruppe 2 oder auch Gruppe 1 von der Leistungsstärke übernehmen soll. Ich lasse mich mal überraschen. Nach dem Essen habe ich mich früh ins Bett gelegt und noch länger gelesen. Geheimtip (Roger Willemsen: Kleine Lichter).

Dienstag, 2. Dezember 2008

2009 steht im Zeichen von PEARL

Der Fuhrpark für das gesteckte Ziel "Qualifikation Hawaii 2009" hat sich in den letzten Wochen verändert. Ich habe mich von der Pearl-Qualität überzeugen lassen und bin wieder zurück zu Pearl gegangen. Zum ersten mal trainiere ich nicht auf einer Zeitfahrmaschine, sondern auf einer Straßenmaschine. Dafür steht mir das Pearl Glycerine zur Verfügung. Leider nicht in dieser schönen Lackierung, die ihr bei dem Beispielbild sehen könnt.









Als Wettkamfprad kommt für das Jahr 2009 dann das Pearl Edge zum Einsatz. Dies jedoch in einer ganz speziellen Lackierung. Im Moment kann ich nur verraten, dass die Lackierung etwas mit Hawaii zu tun hat. Sobald ich Bilder zur Verfügung habe, werde ich diese hier einstellen. Auch Profitriathlete Andreas Raelert fährt das Pearl Edge.









Ein ganz großes Dankeschön noch an Roger und Christian von STORM CYCLES für Ihre bedingungslose Unterstützung im Kampf gegen die Zeit.


Aktuelles aus dem Trainingsalltag

Die ersten drei Aufbauwochen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Der Körper gewöhnte sich immer besser an das Training. Leider purzeln die Kilos nicht so schnell wie ich möchte. Deshalb muss ich mich mit 7 Kilo Übergewicht durch das Training schleppen. Die ersten drei Wochen bestanden aus Kraft- Schwimm- und Radtraining. Auf das Laufen musste ich noch verzichten, da sich meine Oberschenkelverletzung nun in Richtung Rücken verschoben hat. Darum habe ich mich auch noch mehr auf das gute Stabilisationstraining eingelassen. Leider hat das alles nichts gebracht. Vor ca. 1 1/2 Wochen habe ich mir den ISG (Iliosakralgelenk) beim Hot Iron blockiert und seitdem geht fast nichts mehr. Zwischendurch schien es besser zu werden und ich habe einen leichten Trainingseinstieg versucht. Jedoch ohne Erfolg. Es hat sich so verschlimmert, dass heute eine PRT (Periradikuläre Therapie) durchgeführt wurde. Die nächsten Tage werden zeigen, ob und wie es weiter geht.

Spendenaktion ist beendet - Endstand € 4.336,00

Die letzte Berichterstattung bezüglich des aktuellem Spendenstatus liegt doch schon einige Monate zurück. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die letzten versprochenen Spenden eingesammelt habe. Nun liegen alle Spenden vor und die Spendenaktion für die Deutsche Kinderkrebshilfe kann abgeschlossen werden. Hiermit möchte ich mich nochmals bei allen für den tollen Spendeneinsatz bedanken und freue mich, dass sagenhafte € 4.336,00 zusammengekommen sind. Diese Summe hat mich ermutigt, für weitere anstehende Projekte, wieder eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. Vielleicht auch wieder für den Ironman in Frankfurt 2009. In meinem Namen und im Namen von Lola - VIELEN DANK für Eure Unterstützung.

Dienstag, 11. November 2008

Das Training hat begonnen

Das Training hat wieder begonnen und das Ziel heisst für 2009 wieder einmal Hawaii. Dies soll durch die Qualifikation in Frankfurt erreicht werden. Auf dem Weg dorthin werde ich vermutlich die gleichen Vorbereitungswettkämpfe absolvieren wie in diesem Jahr.
Die ersten Trainingseinheiten habe ich in der 44. Kalenderwoche begonnen. Der Aufwand in den ersten Wochen wird zwischen 10 und 12 Stunden liegen. Nach fast viermonatiger Pause fallen die ersten Trainingskilometer ziemlich schwer. Es wird aber von Tag zu Tag besser. In den nächsten Wochen ist Schwimmen, Radfahren, Krafttraining und Stabi angesagt. Auf das Laufen werde ich noch einige Wochen verzichten müssen, da ich meine alte Verletzung am linken Oberschenkel immer noch nicht los bin. Mittlerweile zieht sich das Problem hoch bis zum Iliosakralgelenk. Ich hoffe, dass ich das Problem durch Rehamaßnahmen in den nächsten Wochen endlich in den Griff bekomme.

Montag, 20. Oktober 2008

Was nach dem IM Frankfurt alles passierte!

Nichts! Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich habe mich erstmal drei Monate hängen lassen. Mein Gedanke war auch, dass Ruhe und Entspannung das Beste für meinen kaputten Oberschenkel sein könnte. Vor über einem Monat habe ich dann den ersten Versuch unternommen, das Training wieder zu beginnen. Die Motivation war groß, jedoch der Wille sehr schwach. Als ich mich nach weiteren 2 Wochen dann endgültig aufraffen konnte, machte mir mein Oberschenkel wieder ein Strich durch die Rechnung. Also, war mal wieder Trainingspause angesagt. Zurzeit renne ich mal wieder von Arzt zu Arzt und keiner kann so richtig helfen. Deswegen habe ich jetzt den Entschluss gefasst, dass das Training wieder aufgenommen wird. Das Training soll nun härter den je werden, da die Zielsetzung für 2009 die gleiche sein wird wie für 2008. Im Moment werde ich den Schwerpunkt auf Kraft, Radfahren und Schwimmen legen. Das Laufen werde ich erstmal sein lassen. Vielleicht kann die nächste anstehende MRT-Untersuchung eine Diagnose liefern, mit der die Probleme endlich behandelt werden können.

Montag, 6. Oktober 2008

IM Frankfurt - Fazit und Ausblick auf 2009

Eines Vorweg, es sollte nicht mein Rennen sein. Nach fast drei Monaten Abstand sehe ich die Geschehnisse des IM Frankfurts etwas gelassener. Eigentlich kann ich mit der erbrachten Leistung mehr als zufrieden sein. Im dritten Jahr meiner Ironmanlaufbahn habe ich mich in jeder Disziplin, gegenüber dem Vorjahr, enorm verbessert. Beim Schwimmen waren es 11 Minuten, beim Radfahren 14 Minuten um beim Laufen 8 Minuten. Jedoch vom Laufen habe ich mir wesentlich mehr erwartet. Mit meiner Trainerin habe ich dann auch die Kurven der Polaruhr ausgewertet. Die Kurven der Herzfrequenz sind schon sehr ungewöhnlich. Das Einzige, was man daraus ableiten kann, ist, dass mein Körper in keinem Topzustand wahr. Ob ich nun am Wettkampftag einen versteckten Infekt hatte, oder die Speicher nicht richtig gefüllt waren, werde ich nie in Erfahrung bringen können. Nur eine Blutuntersuchung direkt nach dem Rennen hätte ein bisschen Licht ins dunkel gebracht. Tatsache ist, dass es nicht mein Wettkampftag war. Somit lasse ich nun den IM Frankfurt mit 9:43:06 Stunden hinter mir. Auf alle Fälle war es eine tolle Veranstaltung.
Trotzdem nagt immer noch der verlorene Hawaiislot an mir. Den einzigen Trost, den ich habe ist, dass ich es nochmal versuchen darf. Der Familienrat hat beschlossen, dass ich, sofern ich noch einen Startplatz bekomme, in Frankfurt am 5. Juli 2009 starten darf. Die konkrete Planung von Training und Wettkampf wird in den nächsten Wochen angegangen.

Samstag, 19. Juli 2008

IM Frankfurt - Rennbericht Teil 3: Laufen

Nach 6:06:03 Stunden erreichte ich die zweite Wechselzone. Das Rad wurde mir abgenommen und ich konzentrierte mich darauf, dass ich meinen Laufbeutel vom richtigen Ständer nehme. Die netten Helferinnen in der Wechselzonen hatten meinen Laufbeutel aber schon in der Hand und ich konnte in aller Ruhe meine Kompressionsstrümpfe (ich liebe diese Dinger) und Laufschuhe anziehen. Schnell noch einen Becher Wasser über den Kopf und los ging es auf die letzten 42, 2 Kilometer. Es waren insgesamt 4 Runden a 10,5 Kilometer zu laufen. Das Loslaufen funktionierte wunderbar und die Beine fühlten sich sehr leicht an. Ich dachte schon, dass ich den kritischen Pfad überwunden hätte und nun das Rennen erst richtig los ging. Kaum hatte mich dieser Gedanke verlassen, quälten mich starke Krämpfe in beiden Beinen. Die Krämpfe waren so schlimm, dass ich schon fast ans aufgeben gedacht hatte. Nach einigen Metern gehen und einem Powergel hatte ich die Beine wieder in den Griff bekommen. Die erste Runde habe ich dann noch recht zügig mit einigen Krampfattacken hinter mich gebracht und der Schnitt von 4:37 min/km lies auf einen schnellen Marathon hoffen. In der zweiten Runde jedoch wurden die Krampfattacken häufiger und zwangen mich zu längeren Gehpassagen. Das merkte man dann schon an der Zeit. 4:58 min/km war nur noch der Schnitt in Runde 2. Das sollte aber leider nicht die schlechteste Runde sein. Runde 3 hat mir dann das Ticket für Hawaii versaut. Durch weiter anhaltende Krampfattacken mußte ich noch längere Gehpassagen einlegen und wollte mich nur noch hinlegen. Aufgeben jedoch war im Trainingsplan nicht enthalten, deswegen mußte es weiter gehen. Für Runde hatte ich dann einen gnaz mageren Schnitt von 5:29 min/km. Für die letzte Runde hatte ich nur noch einen Gedanken. Alle Kräfte mobilisieren und Gas geben was geht. Entweder ich komme mit letzten Kräften noch an einen Hawaiiplatz, oder ich gehe in der letzten Runde unter. Zu verlieren hatte ich nichts mehr. Der Körper schmerzte jedoch schon ganz schön und die letzten Kilometer waren unendlich lang. Abgeschlossen habe ich die letzte Runde dann mit einem Schnitt von 5:15 min/km. Auf den letzten Metern wollte ich noch eine Dreiergruppe überholen und ins Ziel stürmen. Aber auch dieser Angriff mußte gestoppt werden, da ich wieder von Krämpfen durchgeschüttelt wurde. Nach 9:43:06 Stunden erreichte ich dann das Ziel. Einerseits sehr glücklich, da ich nicht aufgegeben habe und immer an meine Ziele gedacht habe. Anderseits traurig, da ich im Ziel schon spürte, dass es wieder einmal nicht für Hawaii gereicht hatte. Das Motto meiner Trainerin habe ich aber trotzdem befolgt: "Finish with a smile."